Des Pfarrers neue Kleider
Klinkhardt & Biermann Verlag
Des Pfarrers neue Kleider
Eine Kulturgeschichte der liturgischen Gewänder des späten Mittelalters aus St. Martini in Braunschweig
38,00 €
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Produktnummer:
9783942810678
Erscheinungsdatum: 27.07.2026
Ausstattung:
Einbandart: Softcover
Verkaufshinweis:
Seitenzahl: 160
Größe: 20 x 27 x cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-942810-67-8
Produktsicherheit:
Dieses Produkt entspricht den geltenden Sicherheitsvorschriften. Keine besonderen Warnhinweise erforderlich.
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Produktinformationen "Des Pfarrers neue Kleider"
Im Jahr 1836 wurden in der am Braunschweiger Altstadtmarkt gelegenen Pfarrkirche St. Martini unter begeisterter Anteilnahme der Bevölkerung 30 spätmittelalterliche Messgewänder in einem vermauerten Schrank der Sakristei aufgefunden. Heute ist davon nicht viel verblieben. Die Gewänder stehen teils schweigend in Museumsvitrinen, teils lagern sie im Depot des Herzog Anton Ulrich-Museums. Sie verfügen jedoch über ein bisher nicht erforschtes Potenzial, denn sie ermöglichen einen direkten Zugang zum Kontext, in dem sie einst verwendet wurden: dem pulsierenden Leben in und um die Braunschweiger St. Martinikirche.
Ausgehend von den erhaltenen liturgischen Gewändern sowie umfangreichen spätmittelalterlichen Quellen wird der Zusammenhang, in dem die Kleidung einst stand, in drei Teilen nachgezeichnet. Der erste und zugleich Hauptteil versetzt die Gewänder mithilfe einer quellenbasierten, teils fiktiven Erzählung in ihren einstigen kulturhistorischen Kontext. Die Erzählung entwickelt sich dabei eng gekoppelt an drei Gruppen historischer Akteur:innen, die unmittelbar mit der Kleidung in Verbindung standen: die Stifter:innen, die die diese ermöglichten, die Handwerker:innen, die sie anfertigten und die Kleriker:innen, die sie trugen. Der zweite Teil legt aus unterschiedlichen Perspektiven und auf pragmatische Weise die Objektgeschichten der erhaltenen Kaseln dar, die einst von den drei wichtigsten Familien des Hauptteils gestiftet wurden. Der dritte Teil beleuchtet hingegen den nachreformatorischen Umgang mit den Gewändern aus St. Martini und zeigt auf, wie diese ihren Weg in das Museum fanden.
Ausgehend von den erhaltenen liturgischen Gewändern sowie umfangreichen spätmittelalterlichen Quellen wird der Zusammenhang, in dem die Kleidung einst stand, in drei Teilen nachgezeichnet. Der erste und zugleich Hauptteil versetzt die Gewänder mithilfe einer quellenbasierten, teils fiktiven Erzählung in ihren einstigen kulturhistorischen Kontext. Die Erzählung entwickelt sich dabei eng gekoppelt an drei Gruppen historischer Akteur:innen, die unmittelbar mit der Kleidung in Verbindung standen: die Stifter:innen, die die diese ermöglichten, die Handwerker:innen, die sie anfertigten und die Kleriker:innen, die sie trugen. Der zweite Teil legt aus unterschiedlichen Perspektiven und auf pragmatische Weise die Objektgeschichten der erhaltenen Kaseln dar, die einst von den drei wichtigsten Familien des Hauptteils gestiftet wurden. Der dritte Teil beleuchtet hingegen den nachreformatorischen Umgang mit den Gewändern aus St. Martini und zeigt auf, wie diese ihren Weg in das Museum fanden.
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Biografische Anmerkung des Autors:
Maya Brockhaus studierte Kostümbild an der Hochschule Hannover sowie Kunstvermittlung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie lehrte an der Hochschule Hannover im Studiengang Szenografie-Kostüm und schloss ihre Promotion mit einer Kulturgeschichte der spätmittelalterlichen liturgischen Gewänder aus St. Martini in Braunschweig bei Prof. Joseph Imorde an der Weißensee Kunsthochschule Berlin ab. Seit über zwanzig Jahren konzipiert und organisiert sie interdisziplinäre Projekte im Kunst- und Kulturkontext.